Grüß Gott und Göttin,

geehrte Besucher,

ich bin Hermann Mayer

und heiße Sie hier und jetzt

herzlich willkommen

auf meiner Internetseite

"Goetheanismus

im 21. Jahrhundert"!

(9.9.2016 = 999

d.h. Vollendung!)


 

Goetheanismus ist die von Goethe (1749-1832) begründete und an seine Werke und Verfahren anknüpfende Wissensrichtung.

 

Goethes naturwissenschaftliche Schriften erschlossen zu haben und die Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschaung mit besonderer Rücksicht auf Schiller geschrieben zu haben, ist das Verdienst des jungen Rudolf Steiner (1861-1925) gewesen. In einem Vortrag in Wien hat Rudolf Steiner 1888 zudem Goethe als Vater einer neuen Ästhetik vorgestellt.

 

Goethes universalästhetischen Impuls als die Vereinigung der platonischen und aristotelischen Geistesströmung hat Herbert Witzenmann (1905-88) ausführlich dargestellt.

Sein Essay über Stoff und Form in der Werkmonographie des sizilianischen Malers Beppe Assenza (1905-85) ist im Jahre 1978 erschienen und hat mir als Schüler des letzteren an der Malschule am Goetheanum in Dornach/Schweiz den Weg gewiesen für Kunst und Kunsterkenntnis.

Kunst bedarf der Erkenntnis und so kommt Kunsterkenntnis zu Stande.

Erkenntnis bedarf der Kunst und so kommt Erkenntniskunst zu Stande.

 

Indem der Künstler das Kunstwerk hervorbringt, wird er seinerseits durch dieses hervorgebracht. Aus meinen eigenständigen Untersuchungen ist das Gesamtkunstwerk "Haus des wirklichen Bildes SOPHIANUM" hervorgegangen.

ES  IST  AN  DER  ZEIT, dieses ins Leben zu rufen, wofür ich zur Mitwirkung Berufene einlade!

 

Deshalb habe ich im September 2018 ein SOPHIANUM - Skizzenbuch 8.8.8 erstellt, das als Vervielfältigung erworben werden kann. (Kontakt siehe am Ende der Seite.)

 

 

 

 

Aus Herbert Witzenmanns Aphorismus zu einem Bild von Beppe Assenza:

"Nicht das Erblicken des Bildes - das Erblickt-Werden von ihm.

Wie es die Seelenkräfte verwandelt:

die Starre des Vorstellens zu den Metamorphosen der Übergänge weitet;

das an sich haftende Gefühl zum Mitgefühl befreit;

die begehrenden Absichten zum Erlebnistausch mit dem Erlebten läutert."

Dies ist das Geschenk der Menschenveredelung durch die Kunst,

wie es Schiller vorschwebte.

 

 

Inhalte dieses Schaufensters:

 

1. Sind Sie im Bilde?

 

2. Goethes Künstlerlied und das SOPHIANUM.

 

3. Goethes Märchen von der grünen Schlange.

 

4. Herbert Witzenmann über die Vereinigung der klassischen und idealistischen Strömung der mitteleuropäischen Kultur in der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners.

 

5. Einladung zur Gründung der SOPHIANUM-Gemeinschaft.

 

6. Programm dazu anfordern.

 

7. Meine Angebote.

 

8. Anhang.

9. Hinweise.

 

10. Das Märchen EROS und FABEL von NOVALIS.

 

11. Das SOPHIANUM und die Metamorphose des Tempels mit der Signatur der Sieben.

 

12. Das wahrhaft christliche Zivilisationsprinzip mit der Signatur der Drei.

 

13. Das All-Eine Ich Bin.

 

 

 

Meldung aus aktuellem Anlaß:

 

http://www.witzenmannzentrum.ch

Michaeli Tagung

Der Tempelbau der Erkenntnis

Samstag/Sonntag, 29. – 30. September 2018

 

 

Tagung am Goetheanum

zum 30. Todestag Herbert Witzenmanns

Freitag/Sonntag, 19. – 21. Oktober 2018

Seelische Beobachtung und Meditation

 

http://www.witzenmannzentrum.ch/wp-content/uploads/2018/08/HW-Tagung-2018.pdf

 

Seelische Beobachtung und Meditation

Zum 30. Todestag Herbert Witzenmanns

Nikolaus Weber:

Achtsamkeit und Meditation erleben gegenwärtig einen wahren Boom. Keine Sonntagszeitung erscheint derzeit ohne einen Bericht über ihre wohltuende Wirkung. Offenbar spüren die Menschen immer stärker, dass sie dem zunehmenden beruflichen wie privaten Stress etwas entgegensetzen müssen. Auch die Wissenschaft befasst sich damit. ... Es scheint so, als könnte das neue, obwohl schon lange bekannte Wissen vom Kraftquell der Meditation dazu verhelfen, die Realität und Unabhängigkeit des menschlichen Geistes zu finden. Allerdings ist dazu eine grosse Hürde zu überwinden. Man staunt zwar über die Wirkung von Meditation, die Wissenschaft kann sie aber nur materialistisch erklären, indem sie die Vorgänge im physischen Bereich des Menschen untersucht. Meditation findet aber im Bewusstsein statt. Um dieses zu beobachten, fehlt noch weitgehend das entsprechende Organ, ja überhaupt das Verständnis, dass dies möglich ist. Vielleicht ist es nicht vermessen, zu sagen, dass so, wie der Mensch zu Beginn der Neuzeit begonnen hat, die Natur zu untersuchen und die Erde zu entdecken, er es heute lernen muss, sein Bewusstsein mit dem inneren intuitiven Blick zu erforschen.

Da es sich um eine seelisch-geistige Realität handelt, ist die Beobachtung, die sich ihr zuwendet, eine „seelische Beobachtung“ (Rudolf Steiner, Die Philosophie der Freiheit, Seelische Beobachtungsresultate nach naturwissenschaftlicher Methode). Eine Schwierigkeit, die sich jeder Meditation zeigt, ist die Tendenz der Gedanken, sich zu verselbstständigen. Je stärker der Wille in die Gedankenbildung fliesst, oder je mehr waches Bewusstsein in der inneren Willensentfaltung liegt, umso wirksamer wird diese Tendenz zurückgehalten. Gelingt es, Wollen und Denken ganz zu verschmelzen, so wird der Wille von seiner schlafenden, unbewusst-egoistischen Natur befreit und von dem sinnlichkeitsfreien universellen Wesen des Denkens durchdrungen. Auf diesem Wege können der Gehalt von Mantren oder Sinnbildern real wirksam werden und impulsierend auf die Seele wirken. Rudolf Steiner bezeichnete das Denken nicht als Wirkung, sondern als Ursache der Vorgänge, die im physiologischen Bereich mit ihm in Verbindung gebracht werden: „Wer über einen erweichten Boden geht, dessen Fußspuren graben sich in dem Boden ein. Man wird nicht versucht sein, zu sagen, die Fußspurenformen seien von Kräften des Bodens, von unten herauf, getrieben worden. Man wird diesen Kräften keinen Anteil an dem Zustandekommen der Spurenformen zuschreiben. Ebenso wenig wird, wer die Wesenheit des Denkens unbefangen beobachtet, den Spuren im Leibesorganismus an dieser Wesenheit einen Anteil zuschreiben, die dadurch entstehen, dass das Denken sein Erscheinen durch den Leib vorbereitet“ (ebenda). Um das Denken in seiner Realität zu beobachten, macht es keinen Sinn, ausschliesslich jene physiologischen Vorgänge zu untersuchen. Es kann nur seelisch beobachtet werden. Es ist die „allerwichtigste Beobachtung“ (ebenda), die der Mensch machen kann, da er selbst es ist, der das, was beobachtet wird, hervorbringt. Auch hier ist der Wille wirksam, dessen Erzeugnis, in diesem Falle der Begriff, zugleich die Beobachtung ausführt. So fallen auch in der seelischen Beobachtung - wie in der gelingenden Meditation - Denken und Wollen zusammen. Das Denken wird aktiviert und der Wille von seiner unbewussten Verbindung mit der Leiblichkeit gelöst und dadurch passiv-empfangend. Es ist deshalb eine meditative Tätigkeit, die nicht nur stressmindernd und belebend wirkt, sondern, in welcher auch individuelle Entwicklungsimpulse erfahrbar werden, die jene höheren Erkenntnisstufen, wie sie in der Anthroposophie beschrieben werden, keimhaft enthalten. Herbert Witzenmann hat in seinem erkenntniswissenschaftlichen Werk anknüpfend an die „Philosophie der Freiheit“ Rudolf Steiners diese Beobachtungsmethode zu einer meditativen Forschungs-und Erkenntnismethode massgeblich weiterentwickelt. Die Tagung zu seinem 30. Todestag möchte auf seinen Beitrag zu einer modernen Meditationskultur aufmerksam machen. „…Meditation ist die moralische Intuition des Menschenwesens, die moralische Phantasie der Umbildung des Weltprozesses im Menschen und die moralische Technik der Freiheit. Hierin liegt der Unterschied der modernen Meditation zu allen früheren Formen des meditativen Lebens“. ( Herbert Witzenmann, Was ist Meditation?)

 

 

1. Sind Sie im Bilde?

 

 

Wir meinen selbstverständlich,

wir wären im Bilde. -

Aber stimmt das wirklich?

Dazu habe ich eine Studie erstellt und einen Auszug davon in der Zeitschrift "Info3" 1995 veröffentlichen können als Text mit Abbildungen.

Außerdem habe ich daraus einen Film gemacht, welcher auf der Gründungs-Tagung zu sehen sein wird, damit die Teilnehmer erleben können, wie der Hase läuft. Die Einleitung stelle ich hier ein:

 

2. und 3. Das SOPHIANUM und Goethes "Künstlerlied" sowie sein „Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie“.

 

 

EDTION MARAN

Copyright 2016

Hermann Mayer:

Das SOPHIANUM und Goethes „Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie“.

 

 

 

       Grüß Gott geehrte Zuhörer, ich möchte in dieser herausragenden Michaels-Zeit der Menschheitsentwicklung, in der die Seelen erwachen, als Vorbemerkung wenigstens kurze Andeutungen machen, um was es geht.

 

     Die abendländisch-christliche Malerei hatte ihre großartigste Blüte in der Renaissance, das heißt Wiedergeburt, im Nachwirken der griechischen Kultur zu Beginn der Neuzeit. Im Barock und Rokoko erschien noch eine späte Blüte in den Deckenmalereien von katholischen Kirchen, wobei ich besonders an die großartige Basilika des Klosters Ottobeuren denke, die ich einmal selbst besuchen konnte. Da ist die Kirchen-Architektur und -Malerei voll ausgereift, indem sie aus der Ruhe in die Bewegung überzugehen strebt. Aber es ist damit das Ende einer Entwicklung erreicht, die mit Giotto di Bondone um 1300 eingesetzt hatte, indem er die bisher stummen Bildfiguren der Maniera Greca zum Sprechen gebracht hat und sie aus der Fläche sozusagen in Zeit und Raum versetzt hat. Bildbühnen wurden erschaffen und bespielt, wie ein irdisches Theater. Dann kam mit der Aufklärung und der Französischen Revolution gegen 1800 etwas ins Rollen, was diese Art von Bild aufzulösen begann in Einzelaspekte. Das heißt, daß das künstlerische Material selber zunehmend in den Blick der Künstler geriet und sie es in jeder Hinsicht immer mehr ergründeten. Eine wichtige Etappe war dabei gegen 1900 durch Paul Cézanne erreicht worden, der die Plastizität und die Zentralperspektive wieder aus dem Bild entfernt hatte. Im 20. Jahrhundert setzte sich diese Entwicklung bis in alle Einzelheiten des künstlerischen Vorgehens hinein fort. Man begriff Bilder als abstrakt, wenn sie die Materialien nur zur Darstellung von etwas anderem, als diese selbst benützten als Mittel zum Zweck, und als konkret, wenn sie die malerischen Mittel selbst in Szene setzten.

 

     Rudolf Steiner hat das bereits zur Zeit des Jugendstils auf seine Weise versucht und im Bau des ersten Goetheanum in Dornach/Schweiz mit vielen Helfern verwirklicht. Er hat sich auf seinen Vortragsreisen nach Möglichkeit immer die bedeutenden Kunstwerke der besuchten Orte angeschaut und dann auch in Dornach die Vortragsreihe „Kunstgeschichte als Abbild innerer geistiger Impulse“ während des Ersten Weltkrieges 1916/17 gehalten - ich glaube für die internationale Arbeiterschaft am Goetheanum. Damit haben sich auch die Studenten der Malerei in der Schule von Beppe Assenza, dessen Schüler ich 1975-79 war, befaßt. Ich möchte Rudolf Steiner danken, daß er mir noch etwas übrig gelassen hat, vielleicht sogar inspiriert hat, nämlich die Entdeckung der Kathedrale der Bilder, welche den nach-todlichen Entwicklungsgang der Menschenseele darstellt. Den zu dieser imaginären Kirche hinführenden Weg hat Dürer mit der langen Reihe aller seiner Selbstbildnisse aufgezeigt, was mir von Manfred Krüger aus Nürnberg entgegengebracht wurde bei der Vorstellung seines Buches über „Albrecht Dürer: Mystik - Selbsterkenntnis - Christussuche“ in Stuttgart 2009, da ich es selbst nicht bemerkt hatte. Sie gehören ebenso zusammen, wie Nacht und Tag und bilden derart ein Ganzes. Die wesentlichen Bild-Kunstwerke der Renaissance (insbesondere einige von Dürer, Michelangelo, Grünewald, Leonardo und Raphael) sind Eingebungen aus der übersinnlichen Michaelschule gewesen und als solche von mir erfaßt und enträtselt worden, und zwar mit Hilfe des Sternenschlüssels als das „Rad des Lebens“. (Das kann nachgelesen werden auf 800 Seiten Text für den Grundlehrgang meiner SOPHIA-Schule).

 

     Und übrig blieb auch die Aufgabe, aus dem vollständig zerlegten Bildmaterial wieder etwas Neues zusammenzubauen. Das habe ich, angeregt durch Beppe Assenza, dem dafür Dank gebührt, auf meine Weise versucht und dabei ist aus der „Urzelle des Helldunkels“, welche ich hundert Jahre nach Beginn der Michael-Zeitregentschaft erfunden habe, allmählich das „Haus des wirklichen Bildes SOPHIANUM“ entstanden. Es verdankt seine Entstehung der Ausübung der Goetheschen Ehrfurchtskultur vor dem, was über uns ist als Form, vor dem, was unter uns ist als Stoff, vor dem, was uns gleich ist als Gestalt und zusammenfassend der Ehrfurcht vor uns selbst als Schöpferwesen. Das ist zugleich das Bauprinzip für das „Haus des wirklichen Bildes SOPHIANUM“ mit seinen drei Geschoßen.

 

     Die Materialien wurden von mir für das Innere des Untergeschoßes in Elementarbereiche geordnet (und vier Hüter des Stoffes bestellt).

Für das Obergeschoß befragte ich anknüpfend an Goethes „Künstler-Lied“ aus den Wanderjahren des Romans „Wilhelm Meister“ ich die Malerei grundsätzlich nach dem WIE, dem Schauspiel, dem WAS, dem Schauplatz, dem WER, dem Schauspieler:

 

„Wie Natur im Vielgebilde

Einen Gott nur offenbart,

So im weiten Kunstgefilde

Webt ein Sinn der ew´gen Art;

Dieses ist der Sinn der Wahrheit,

Der sich nur mit Schönem schmückt

Und getrost der höchsten Klarheit

Hellsten Tags entgegenblickt.“

 

Ich fragte nach dem WIE mittels eines Spiel-Brett-Bildes:

 

„Der Gedanke, das Entwerfen,

Die Gestalten, ihr Bezug,

Eines wird das andre schärfen,

Und am Ende sei´s genug!

Wohl erfunden, klug ersonnen,

Schön gebildet, zart vollbracht,

So von jeher hat gewonnen

Künstler kunstreich seine Macht.“

 

(Das ist die Reflexivität der Kunst.)

 

Ich fragte nach dem WAS mittels eines Atelier-Still-Lebens:

 

„Wie beherzt in Reim und Prose

Redner, Dichter sich ergeh´n,

Soll des Lebens heit´re Rose

Frisch auf Malertafel stehn,

Mit Geschwistern reich umgeben,

Mit des Herbstes Frucht umlegt,

Daß sie von geheimem Leben

Offenbaren Sinn erregt.“

 

(Das ist die Kosmizität der Kunst.)

 

Ich fragte nach dem WER mittels einer Selbst-Bildnis-Szene:

 

„Tausendfach und schön entfließe

Form aus Formen deiner Hand,

Und im Menschenbild genieße,

Daß ein Gott sich hergewandt.

Welch ein Werkzeug ihr gebrauchet,

Stellet euch als Brüder dar;

Und gesangweis flammt und rauchet

Opfersäule vom Altar.“

 

(Das ist die Solidarität der Kunst.)

 

Und dann erhob ich diese drei naturalistisch-abstrakten Bilder (den gemischten König) stufenweise in ästhetisch-konkrete Darstellungen. Daraus ergaben sich (als die drei Könige der Form) Metamorphose, Morphologie, Morphogenese. Das ist Inhalt des Obergeschoßes.

 

     Das Mittelgeschoß ist Ort der Begegnung und des Austausches von Stoff-Hirten und Form-Königen sozusagen, die sich gleichsam zur Gestalt-Hochzeit von Jüngling und Lilie begeben, welche das Christkind erwarten. Endlich ist es so weit, mit dem Konzept aus der Studierstube herauszukommen, denn „Es ist an der Zeit!“:

 

„Zu erfinden, zu beschließen,

Bleibe, Künstler, oft allein;

Deines Wirkens zu genießen,

Eile freudig zum Verein!

Dort im Ganzen schau, erfahre

Deinen eig´nen Lebenslauf,

Und die Taten mancher Jahre

Geh´n dir in dem Nachbar auf.“

 

     Ein solcher Nachbar sozusagen ist der amerikanische Bildhauer Frank Chester. Durch ihn wurde ich angeregt, das „Haus des wirklichen Bildes SOPHIANUM“ in einem größeren Zusammenhang zu sehen. Es reiht sich in das Werden der Goetheanum-Bauten ein -

erstens von der geistigen Michael-Schule und ihrem Einfluß auf eine Reihe von Kunstwerken der Renaissance und Goethes Märchen,

dann zweitens den Münchner Theosophischen Kongress 1907 und den Malscher Modellbau, danach den ersten und folgend den zweiten Dornacher Goetheanum-Bau,

endlich fünftens über Frank Chesters geplanten "New Mystery Temple" für das Silicon Valley (https://www.youtube.com/watch? v=V2U6Itw2F08 )

an sechster Stelle.

An siebter Stelle kommt schließlich der rein innerseelische Tempel des Friedens der Neuen Zeit: SOL’A’VANA, wie ihn die Kryonschule in Rosenheim vermittelt.

 

 

     Rudolf Steiner hat 1924 in seinen Karma-Vorträgen geschildert, wie am Ende des 15. Jahrhunderts Michael seine Götter- und Menschenscharen in der geistigen Sonnenregion versammelte „und zu ihnen sprach in einer Rede, die über lange Zeiträume ausgedehnt war, etwa folgendermaßen: Seitdem das Menschengeschlecht in menschlicher Gestalt die Erde bevölkert, hat es auf der Erde Mysterien gegeben: Sonnenmysterien, Merkurmysterien, Venusmysterien, Marsmysterien, Jupitermysterien, Saturnmysterien. In diese Mysterien haben die Götter ihre Geheimnisse hineingesendet; dort sind die dazu geeigneten Menschen eingeweiht worden. So daß man auf der Erde wissen konnte, was auf Saturn, Jupiter, Mars und so weiter vor sich geht und wie dieses, was dort vor sich geht, in die Menschheitsentwickelung auf der Erde hineinwirkt. ... Entwerfen wir die große Initiatenlehre, die einstmals auf die alte Art auf die Erde durch die Mysterien niedergeströmt ist, entwerfen wir sie vor den Seelen derjenigen, die auf intelligente Art mit Michael verbunden waren.“ (Lit.: GA 240, S. 188ff) „Da wurde alles das wieder lebendig in übersinnlichen Welten, was einstmals in den Sonnen-Mysterien als Michael-Weisheit gelebt hat.“ „... alles, was da gelehrt wurde, wurde unter dem Gesichtspunkte gelehrt, daß nun auf andere Art in der Menschheitsentwickelung unten, durch Eigen-Intelligenz der menschlichen Seele, das Michaelsmäßige ausgebildet werden müsse. ... Michael stieg herunter auf die Erde. Er konnte dasjenige, was nun einmal seinen Gang in der Zwischenzeit hat machen müssen, damit die Menschen zur Intelligenz und zur Freiheit kommen, nur auf der Erde wiederfinden, so daß er es jetzt auf der Erde ergreifen muß, so daß er innerhalb der Erde wiederum Herrscher wird über die Intelligenz, die aber jetzt innerhalb der Menschheit wirkt.“ (Lit.: GA 237, S. 116ff) - Das gilt auch für die Kunst.

 

     Als Student der Malerei bei Beppe Assenza (1905-85) am Goetheanum in Dornach hatte ich auf der Basler Kunstmesse „art 77“ ein Schlüsselerlebnis: Da waren drei Strömungen im Kunstmarkt vorherrschend, die für mich mit Albert Steffens Charakteristik als Tod, Tier, Tyrann zu begreifen waren (dieser hatte 1928 die dramatische Skizze „Der Sturz des Antichrist“ veröffentlicht). In der Folge ging es für mich darum, diese Schatten-Dreiheit zu überwinden und die drei echten Könige zu erwecken und den Friedens-Tempel zu bauen, wie es in Goethes Märchen bildhaft geschieht. Das Ergebnis ist nach zwei Mondknotenumläufen im Tierkreis (37,2 Jahre) 2016 fertig geworden als Konzept "Haus des wirklichen Bildes" und es ist an Pfingsten getauft worden auf den Namen "SOPHIANUM". Derzeit geht es um die Gemeinschaftsbildung, um es manifestieren zu können.

 

 

     Als in Frankreich sich die Revolution mit den noch unverstandenen Idealen der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit vollzogen hat, antwortete Schiller mit seinen Briefen über die ästhetische Erziehung des Menschen. Es wurden ja durch die gesellschaftlichen Umwälzungen Menschen in Bewegung gesetzt, und so schrieb Goethe einen Novellenzyklus von „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderter“ und fügte als letzte Erzählung das „Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie“ hinzu. Es ist 1795 in der von Friedrich Schiller herausgegebenen Zeitschrift „Die Horen“ erschienen. Das Märchen zeigt in bildhafter Form, wie sich der Mensch in einer dem Bewusstseinsseelen-Zeitalter gemäßen Form in ein bewußtes, freies Verhältnis zur übersinnlichen Welt setzen kann. Zitat Rudolf Steiner: „Schiller versuchte, zu zeigen, wie das Leben des Menschen durch seine Leiblichkeit der Naturnotwendigkeit und durch seine Vernunft der Geistnotwendigkeit unterliege. Und er meint, zwischen beiden müsse das Seelische ein inneres Gleichgewicht herstellen. In diesem Gleichgewicht lebe dann der Mensch in Freiheit ein wirklich menschenwürdiges Dasein. Das ist geistvoll; aber für das wirkliche Seelenleben viel zu einfach.“ Goethe setzte empfindend „sein Bildwissen im Märchen dem Schiller'schen Begriffswissen gegenüber. Man ist mit einem Erleben dieser Goethe'schen Schöpfung im Vorhof der Esoterik.“ (Lit.: GA 28, S. 292f) - Damals waren übrigens auch Gestalten des Märchens in dem führenden Menschenkreis der deutschen Dichter und Denker zu erkennen: zum Beispiel der gemischte König in Immanuel Kant, die reinen Könige in Fichte, Schelling und Hegel.

 

 

     Wie Rudolf Steiner später ausführte, hängt tatsächlich Goethes Märchen eng mit dem Karma der Anthroposophischen Gesellschaft und mit jenem himmlischen Kultus zusammen, der von Michael Ende des 18. und bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts in der geistigen Welt eingerichtet wurde. Dieser himmlische Kultus war ein Ergebnis jener in der Geistwelt im 15. Jahrhundert begründeten Michael-Schule, mit der das 1879 beginnende Michael-Zeitalter vorbereitet wurde. Die mächtigen kosmischen Imaginationen, in denen der himmlische Kultus Michaels lebte, und die später zum eigentlichen Inhalt der Anthroposophie werden sollten, spiegeln sich in abgedämpfter Form in Goethes Märchen wider. „Es war sozusagen ein erstes Herauskommen desjenigen, was zunächst in mächtigen Imaginationen im Beginne des 19., sogar schon am Ende des 18. Jahrhunderts sich in der geistigen Welt abspielte.“ Sagte Rudolf Steiner. Nach seinen eigenen Worten ist aus der „Urzelle“ seines Vortrages über Goethes geheime Offenbarung, den er auf Einladung am 29. September 1900 in der Theosophischen Bibliothek in Berlin gehalten hatte, die Entwicklung der Anthroposophie hervorgegangen (ausführliche Betrachtungen Steiners dazu finden sich etwa in GA 53, S. 329ff und GA 57, S. 23ff). Grundlage dieses Vortrages war der gleichnamige Aufsatz, den Steiner am 26. August 1899 anläßlich Goethes 150. Geburtstages über dessen Märchen veröffentlicht hatte (Lit.: GA 30, S. 86ff). Auch die 1910-14 in München uraufgeführten Mysteriendramen Rudolf Steiners sind auf der Grundlage des Märchens entstanden (Lit.: GA 14). Und ebenso 1917 die Idee zur Dreigliederung des sozialen Organismus, die den rosenkreuzerischen Idealen ihren rechten Geltungsbereich zuweist.

 

 

 

     In dem Märchen treten auf: der Fährmann, ein Paar Irrlichter, die grüne Schlange, der Riese, der Alte mit der Lampe, seine Frau, ein Mops, der goldene König, der silberne König, der eherne König, der gemischte König, der Jüngling, die schöne Lilie, ihre drei Dienerinnen, ihr Kanarienvogel, der Habicht. Es spielt an einem Fluß, der so lange zwei Reiche voneinander trennt, bis die Brücke erbaut wird und der verborgene Tempel ans Licht kommt. Zum Vorlesen habe ich das Ganze in neun Abschnitte gegliedert. Die ersten beiden sind hier zu hören:

 

 

 

4. Vorlesung: Herbert Witzenmann über die Vereinigung der klassischen und idealistischen Strömung der mitteleuropäischen Kultur in der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners.

 

Vor diesem weltgeschichtlichen Hintergrund wird nun die weltanschauliche Grundlage andeutend entwickelt, auf welcher mein Kunstprojekt "Haus des wirklichen Bildes SOPHIANUM" als ein Tempel des Friedens ruht.

Man muss das nicht unbedingt verstehen, da sich die Kunst selbst ausspricht in ihrer eigenen Weise. Aber wer Tiefgang sucht, wird hier fündig werden.

 

5. Einladung zur Gründung der SOPHIANUM-Gemeinschaft.

EDITION MARAN

Alle Rechte beim Verfasser

Hermann Maran Mayer:

 

Die Leitung der SOPHIA-SCHULE lädt ein zur Gründungsversammlung der SOPHIANUM-Gemeinschaft im Neuen Avalon, denn:

ES IST AN DER ZEIT !

 

Gedacht war zunächst an den Jahreswechsel 2016/17, doch mußte es verschoben werden. Warum war die Gründungs-tagung damals noch nicht möglich? -  2016 hatte als Quersumme 9, die vollkommene Zahl als Vollendung. Und so konnte ich mein Lebenswerk abschließen. 2017 hatte als Quersumme 10, die erhöhte 1 als Beginn, als Neuanfang. Und gegen Ende des Jahres wurde ich in einen langen inneren Entwicklungs-Prozeß geführt, der mich dazu befähigt und ermächtigt hat, das Durchgreifende der Idee des SOPHIANUM zu manifestieren. Jetzt sieht es so aus, daß mit dem Erklingen des vollkommenen Tones von Mutter Erde sich die richtigen Menschen zur richtigen Zeit am richtigen Ort einfinden, um ein großes Fest der Liebe und des Friedens zu feiern. Die dazu berufenen Seelen bereiten sich darauf vor, indem sie sich in meine tägliche Abend-meditation einfach durch Absicht einklinken.

  

Die Gründungs-Tagung der Sophianum-Gemeinschaft soll erfolgen im Hinblick auf das 40jährige Jubiläum der Findung jener „Urzelle des Helldunkels“ als Erscheinung von umgekehrter Verhältnismäßigkeit von Stärke und Ausdehnung (also polarreziproker Proportionalität von Intensität und Extensität) im Winter 1979 in Arlesheim im Kanton Baselland, welche ich als organisches Gebilde erkannte, das sich durch meine Pflege im Laufe der Zeit zum Sophianum entwickelt hat.

 

Zuerst war gedacht an eine Klausur in der Zeit der 13 Heilige Nächte (zwischen 14 Tagen) als geschlossene Veranstaltung einer besonderen Gesellschaft, deren Teilnehmer berufen sind, den göttlichen Plan als weiße Priester zu erfüllen: 12 Frauen und 12 Männer, welche die Absicht haben, das SOPHIANUM als Friedenstempel der Neuen Zeit gemeinsam zu manifestieren und zu beleben mit ihrem Dienst für das große Ganze.

 

Im Zeitraum von Wintersonnenwende / Weihnachten bis Dreikönig bzw. Epiphanias geht es um die Bildung der SOPHIANUM-Gemeinschaft.

 

Ausgehend von einer Entdeckung und Erfindung, die ich 1979 gemacht habe: der "Urzelle des Helldunkels" ist sozusagen aus diesem Samen seither ein riesiger Baum geworden, das "Haus des wirklichen Bildes SOPHIANUM". Es reiht sich in das Werden der Goetheanum-Bauten ein - von der geistigen Michael-Schule und ihrem Einfluß auf eine Reihe von Kunstwerken der Renaissance und Goethes Märchen, den Münchner Kongress 1907 und den Malscher Modellbau, den ersten und den zweiten Dornacher Goetheanum-Bau, über Frank Chesters geplanten "New Mystery Temple" für das Silicon Valley.

 

Es ist ein „Haus des wirklichen Bildes“, das dem Ankommen in der Neuen Zeit des Einheitsbewußtseins mit der Sonne im Wassermann dient, wofür die Anthroposophie im 20. Jahrhundert vorbereitend gewirkt hat. Das bedingt einen fünfgliedrigen Organismus von Funktionen, in dessen ideeller Mitte das SOPHIANUM steht, umgeben im Norden von der SOPHIA-SCHULE und im Süden vom OIKOS-BETRIEB als dem Gegensatz-Paar, im Osten von der OIKOS-SOPHIA-STIFTUNG und im Westen vom OIKOS-SOPHIA-VEREIN als dem Ausgleichs-Paar dieser Funktionen. Das Zentralorgan ist vertikal dreigliedrig aufgebaut, Himmel und Erde zusammenführend in einer Achterschleife sozusagen, einer Lemniskate. Es verdankt seine Entstehung der Ausübung der Goetheschen Ehrfurchtskultur vor dem, was über uns ist als Form, vor dem, was unter uns ist als Stoff, vor dem, was uns gleich ist als Gestalt und zusammenfassend der Ehrfurcht vor uns selbst als Schöpferwesen.

 

Denn das war ja der Grundirrtum der alten Zeit, daß wir meinten, wir wären passive Abbildner einer fertig vorgegeben Welt, von der wir unüberbrückbar abgetrennt seien, und nicht aktive Bildner einer in unserem Erkennen mittels „anschauender Urteilskraft“ und „sinnlich-sittlichem Innesein“ in besonnen abwägenden Urteilen im Erkennen aufzubauenden Wirklichkeit. (Siehe "Sind Sie im Bilde?" in Info3.) Des weiteren verweise ich auf Herbert Witzenmanns erkenntniswissenschaftliches Werk, insbesondere das Buch „Goethes universalästhetischer Impuls. Die Vereinigung der platonischen und aristotelischen Geistesströmung“ (Dornach 1987) und auch auf das Buch „Die Philosophie der Freiheit [Rudolf Steiners] als Grundlage künstlerischen Schaffens“ (Dornach 1980).

 

Herbert Witzenmann: „Das Denken ist der geringste aller Diener und der größte aller Könige.“

Es dient uns zur Vorstellungsbildung, in die es erstirbt (Realisation). Es aufersteht in Imagination, Inspiration und Intuition (Initiation). Dies ist Anliegen des rosenkreuzerischen Schulungsweges (siehe die Mysteriendramen Rudolf Steiners, die 1910-14 in München uraufgeführt worden sind).

So ist es auch im "Haus des wirklichen Bildes SOPHIANUM": Vier Hirten bzw. Hüterinnen behüten das Material. Drei Könige treten ihre Herrschaft an, der vierte setzt sich und dient ihnen als Basis, wie es in Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie geschildert wird, welches ihm eingegeben wurde aus der übersinnlichen Michaelschule als milder Abglanz eines geistigen Kultus, der die vorangehende Zusammenschau der antiken Mysterien besonders der Sonne abschloß.

 

Rudolf Steiners Aufgabe war es, die Erkenntnis von Reinkarnation und Karma einzubringen in das abendländische Geistesleben (Moses hatte das moralische Gesetz gebracht, Steiner brachte den ethischen Individualismus). Dazu hat er selbst die Aufgabe von Platons Individualität übernommen, die Anthroposophie aus dem Goetheanismus zu entwickeln, doch als Karl Julius Schröer konnte jene sich nicht in den Intellektualismus hineinfinden. Das war nur der Individualität des Aristoteles möglich (Weltenkarma). Steiners Ausgangspunkt waren die naturwissenschaftlichen Schriften von Goethe und der Schillersche Ansatz zur Erkenntnis von Goethes Methoden (sein Hauptwerk ist die "Philosophie der Freiheit. Seelische Beobachtungsresultate nach naturwissenschaftlicher Methode" von 1894). Daraus hat er die Geisteswissenschaft entwickelt und die Intelligenz gerettet. Denn die von Sonnen-Erzengel Michael verwaltete kosmische Intelligenz mußte im 9. Jahrhundert den Menschen auf Erden überlassen werden in der Hoffnung, dass diese sie wieder zurückbringen. Das hat Steiner gemacht und als Gegengabe die Anthroposophie erhalten. Ein Leitsatz lautet: „Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltenall führen möchte.“

 

Außer dem Goetheanismus ist für mich später noch die Heilige Geometrie wegweisend geworden, die von Drunvalo Melchizedek in Zusammenarbeit mit dem aufgestiegenen Meister Thoth, der von den Griechen Hermes Trismegistos genannt worden war, wiederum gelehrt worden ist - siehe dazu die beiden Bände von seiner „Blume des Lebens“. Und zwar in Rückbesinnung auf die Mysterienschule des Echnaton in Achetaton im mittleren Ägypten der 18. Dynastie, deren Absolventen als Essener weiter gewirkt haben. In jene Zeit als einer Umbruchszeit führen bekanntlich auch die vier Mysteriendramen zurück, die Rudolf Steiner 1910-13 vor dem Ersten Weltkrieg in München hat aufführen lassen (als eine Metamorphose von Goethes Märchen). Für mich hat die Entelechie, die damals als Echnaton gewirkt hat, auch in Herbert Witzenmann gewirkt, den ich als Vortragenden erleben durfte in meiner Zeit bei Beppe Assenza, über den er eine Werkmonographie geschrieben hat mit dem wegweisenden Aufsatz über „Form und Stoff“ (Stuttgart 1978).

  

Die Tagung hat zwei Teile, einen ersten längeren (7 Tage), welcher der Realisation des SOPHIANUM-Baues gewidmet ist, und einen zweiten kürzeren (5 Tage), welcher im GRALs-Seminar durch Initiation etwas von dem Inhalt erfahren läßt, der darin von einer priesterlichen Gemeinschaft gepflegt werden kann.

 

 

Anmerkung:

 

Wer eine tiefer gehende Betrachtung der verwendeten Begriffe Realisation und Initiation sucht, sei verwiesen auf den Essay „4x12 und 3x7“ von Herbert Witzenmann (enthalten in dem Buch „Goethes universalästhetischer Impuls. Die Vereinigung der platonischen und aristotelischen Geistesströmung.“ Dornach 1987). Damit wollte Herbert Witzenmann mittels seelisch beobachtenden Nachdenkens „einen Beitrag zum Verständnis zweier für Goethes Wesen und Werk tiefreichend bedeutungsvoller Begriffe geben: ``` Anschauende Urteilskraft´  und ` Sinnlich-Sittliches Innesein´  sind viel beredete und umso weniger verstandene Grundelemente der Goetheschen Geisteswelt.“

 

Darin heißt es beispielsweise:

 

Anknüpfend an Aristoteles (vier Arten von Ursachen): „` Anschauende Urteilskraft´  ist die seelische Beobachtung des in vier Stufen verlaufenden Realisationsgeschehens, das wir in unserem Erkennen nicht nur mitvollziehen, das vielmehr die strukturelle Dynamik unseres Erkennens darstellt, wodurch die Realisation in der Beobachtung unseres (fortwährend unterbewußt stattfinden) Erkenntnisprozesses anschaulich wird.“

 

Anknüpfend an Platons drei Gleichnisse: „Leibbefreite Seelenwandlung, ideengetragene Welteinigkeit und wahrschöne Gütedurchsonnung sind die Geschehnisse der Initiation, die sich fortwährend im sogenannten Reaktionsintervall [“Schrecksekunde“] durch die Wiederverwirklichung des Entwirklichten abspielt.“

 

„Realisation und Initiation können das Werk Rudolf Steiners fortsetzen.“ Und zwar durch „die Erschließung der speisenden Quellen unseres Wesens“.

 

Die Tagung ist auch ohne diesen erkenntniswissenschaftlichen Hintergrund verständlich.

6. Programm dazu anfordern:

Kontaktaufnahme

per Email an: 1-mayer-bayer@mail.de

oder per Post an: Hermann Mayer, Spitalhofweg 21, 88316 Isny im Westallgäu.

 

Hier findet man Vorbereitendes:

http://portal.kryonschule.de/index.php?module=Dizkus&func=viewtopic&topic=13267

 

https://www.facebook.com/hermann.mayer.96780 

 

 

 

 

7. Meine Angebote:

Als ein freier Neuer Weißer Hoher-Priester des Christus kann ich für Sie vielfältig tätig werden, wenn Sie es wünschen. (Ohne Bindung an Konfessionen und Religionen unmittelbare Verbindung mit Jesus Christus.)

8. Anhang: frühere Veröffentlichungen, zum Ausleihen in der Bibliothek des Rudolf-Steiner-Hauses in Stuttgart:

 

Mayer, Hermann:

 

1. Das "Projekt 88" und die Misssion der Kunst in der Gegenwart - Stuttgart : Privatdruck, 1996.

 

2. Die Grundzüge einer Goetheanistischen Pflanzenbetrachtung : Ein allgemeinverständliches Phythologie-Kompendium - Stuttgart : Privatdruck, 2005.

 

3. Stirb und Werde Bd. 1: Vorbereitung und Einführung. Wiederverkörperung

 

4. Stirb und Werde Bd. 2: Die unbekannten Bekannten in Dichtung und Leben:

Biographien von Malern, Dichtern und Denkern für Reinkarnations-Studien im Hinblick auf die Uraufführung der

Mysterien-Dramen Rudolf Steiners vor rund 100 Jahren in München - Stuttgart: Private Vervielfältigung, 2011.

 

5. Zur Erinnerung an den Dichter Christian Morgenstern (1871-1914). Private Vervielfältigung, 2014.

 

 

Diese früheren Veröffentlichungen werden einbezogen in die freie SOPHIA-SCHULE zur Pflege der Goetheanistischen Universalästhetik am SOPHIANUM und als Lehrmaterial für die vier Lehrgänge aufbereitet.

9. Hinweise:

 

1. Herbert Witzenmann hat in seinem Essay „Idee und Wirklichkeit einer Freien Hochschule“ eine zu entwickelnde Hochschulbildung gekennzeichnet: „Unsere Zivilisation ist unter der Herrschaft einer materialistischen Wissenschaft ganz auf Machtausübung hinorientiert. Das Machtprinzip als Zivilisationsprinzip bedeutet den Einsatz aller geistigen Fähigkeiten für den Leib und seine Bedürfnisse, für eine diese Bedürfnisse befriedigende Zivilisation.“ In Wirklichkeit ist aber „der Mensch im ganzen Umfang seines Wesens nicht ein Geschöpf des Eindrucks, sondern ein Schöpfer des Ausdrucks. Alle Wissenschaften vom Menschen müssen daher ästhetische sein.“ „Eine Hochschule, die ihre Forschung und Lehre im Sinne der drei Formen der Menschlichkeit (des Leibesmenschen, Freiheits- und Liebesmenschen und des Geistesmenschen) orientiert, ist eine Freie Hochschule.“ - Als eine Freie Bildungsstätte für ein zeitgemäßes Hochschulbewußtsein versteht sich der Novalis-Hochschulverein:

http://novalis-hochschulverein.de/

 

2. Mit den geistigen 36 Hohen Räten des Lichtes entstanden nach der Jahrtausendwende die Kryonschule und der SHIMAA Verlag in Rosenheim. Hier findet sich die spirituelle Familie des golden-blauen Lichtes zusammen:

http://www.shimaa.de/home/

Sabine Sangitar Wenig übermittelt die SOL’A’VANA Schritte der Vereinigung: "SOL’A’VANA ist die höchste Friedensenergie. Sie fließt direkt aus der göttlichen Quelle und trägt die Schwingung des vollkommenen Tones. SOL’A’VANA wird alles miteinander verbinden, das gesamte Erbe Gottes, das jeder von euch in sich trägt, vereint mit der Weißen Priesterschaft, dem Prosonodo-Licht und der Eleuaenergie. ..."

http://www.kryonschule.de/solavana-schritte/

 

3. Rituale der Neuen Weißen Priester (Neuer Beruf):

"Jesus hat einst 1.728 Menschen auserwählt, ihm zu folgen. Damit gemeint war auch, dass er 1.728 weiße Priester ausgebildet hat. Diese sollten sein Werk auf Erden vollenden. Dieses Werk war und ist, den Schleier des Vergessens zu tragen, sich aus eigener Kraft zu erinnern, den Licht-Kristall Mona’Oha und schließlich die 12 Grale zu entzünden und den Aufstieg einzuleiten. So ist es geschehen."

Oliver Nama`'Teanus Brandenburg weiter:

"Jetzt ruft Jesus diese Menschen wieder zusammen und bittet sie, an seiner Stelle zu heilen, zu predigen, zu wirken. Dies wird mit diesem Beruf möglich, allerdings mit neuen Techniken, die Jesus übermittelt hat. Es ist eine neue Zeit, mit anderen Energien. Hier braucht es ein angepasstes Bewusstsein und so auch Techniken, die an dieser Zeit angelehnt sind."

http://www.jesusschule.de/shop/berufe/beruf-rituale-der-neuen-wei%C3%9Fen-priester/#cc-m-product-7993153586

 

4. Vera Icon - das wahre, nicht von Menschenhand gemachte Bildnis Gottes:

Haben wir gegenständliche Hinterlassenschaften, welche Tod und Auferstehung von Jesus Christus tatsächlich beweisen?

Es gibt in Italien erstens in Turin das Leinen-Grabtuch mit Ablichtung (als Negativ) von Vorder- und Rückseite des toten Körpers

und es gibt zweitens in Manoppello das Muschelseiden-Gesichtstuch mit Ablichtung (als Diapositiv) vom Gesicht des Auferstehenden.

Damit Sie sich selbst ein Bild von der Sachlage machen können, hierzu mehrere Hinweise auf Internetseiten:

https://de.wikipedia.org/wiki/Schleier_von_Manoppello

www.voltosanto.it

www.antlitz-christi.de

www.sudarium.de/

 

 

5. Musik für das SOPHIANUM:

 

Eine Anfrage von Hermann Mayer erfolgte am Freitag, 9. September 2016 an RADHA in Hamburg:

 

RADHA, Komponistin, Produzentin, Geistheilerin - composer, producer, spiritual healer - musicproduction for meditation, healing and ascension  www.radha.de phone +49 40 5593777

CD in Vorbereitung: SANANDA-SYMPHONY, zu Ehren von/ in Zusammenarbeit mit JESUS CHRISTUS, Lord SANANDA, dem Meister der Liebe.

CD in preparation: SANANDA-SYMPHONY, in Honor of / in cooperation with JESUS CHRIST, Lord SANANDA, Master of Love.

 

 

Auskunft von RADHA:

„Die einzelnen Werke der SANANDA-SYMPHONY entstanden in einem längeren Prozess zwischen 1998 und 2015, zu Ehren des Meisters der Liebe JESUS CHRISTUS, LORD SANANDA und der Wiederkehr des Christus auf Erden.

So versteht sich die Musik - überkirchlich und überkonfessionell - als Feier des Christusbewusstseins in uns allen, welche die Wiederkehr des Göttlich-Männlichen auf der Erde willkommen heißt.

Mit der CD RETURN OF THE GODDES war 2009 der Wiederkehr des Göttlich-Weiblichen von RADHA bereits ein Denkmal gesetzt worden.

Der Titel SANANDA II entstand Ostern 2006 und wurde auf der CD NADA & SANANDA bereits vor-veröffentlicht.

 

1. SANANDA I  13:11   

2. SANANDA II  11:38

3. SANANDA III  10:46

4. DOLPHINS IN LOVE - Verliebte Delfine  5:18

5. ROMANTIC REMEMBRANCE - Romantische Erinnerung  1:40

6. LIQUID LOVE - Fließende Liebe  6:55

7. CHRISTMAS 2001  3:50

8. CHRISTMAS 2013 7:47

9. CHRIST CONSCIOUSNESS - Christusbewusstsein  7:13

10.SANANDA IV  9:11

11. WESAK 2015  2:07

(26:18)

Total Time 79:59“

(Hörbeispiele auf   www.radha.de)

 

„RADHAS Musik ist Gema-frei. Das bedeutet: öffentliches Abspielen ist gestattet und auch erwünscht, denn die neuen Energien, die auf der Musik von RADHA gespeichert sind, sollen sich verbreiten, zum Wohle aller Menschen und der Neuen Erde.

Dies ist auch der Grund dafür, dass RADHA bisher nicht Mitglied der Gema geworden ist.

Wenn Sie also in Ihren Seminaren, Ihrer Arztpraxis, oder Ihrem Geschäft nur Gema-freie Musik, wie z.B. die von RADHA abspielen, darf die Gema keine Gebühr dafür verlangen. Fordern Sie dafür gern eine Bescheinigung von RADHA an.

Viel Freude mit ihrer Musik!“

 

10. Das Märchen EROS und FABEL von NOVALIS.

 

 

Die Geheime Offenbarung des Novalis.

 

     Herbert Witzenmann hat seinen Essay „Vom dreifachen Ich und der vierfachen Wurzel der Freiheit . Betrachtungen zur Metamorphose des Bewußtseins. (in „Intuition und Beoabchtung“, Band 2, Stuttgart 1978) abgeschlossen mit dieser Zusammenfassung:

 

     „In der Überwindung der beiden einseitigen Triebe, die an der Gestaltung seines Selbstbewußtseins mitwirken, erlebt der Mensch eine dreifache Ichheit. Aus seiner geläuterten Subjektivität kann sich sein individuelles Ich in jener Art des allmählichen Fortschrittes entwickeln, welche durch die Verwirklichung seines universellen Ich in seinem Wesen bestimmt ist. Die geläuterte Seele erlebt sich dabei als ein jungfräuliches Wesen, das die Frucht der göttlich-geistigen Welt empfängt. Die idealistischen Philosophen (Fichte, Schelling, Hegel) sind die Könige, welche dieser Frucht huldigen.“ (Kant ist gleichsam ihr „gemischter“ Bruder, dessen Herrschaft sie ablösen.)

 

     Die geläuterte Seele erlebt sich ferner als ein Wesen, dessen Freiheit einer vierfachen Wurzel entspringt: der Selbstentstammung in wiederholten Erdenleben (Lessing), der Selbstverwandlung der weltbildenden Kräfte in Erkenntniskräfte (Herder), der wechselweisen Selbstanschauung der Welt und des Menschen in den Urbildern (Goethe) und der Selbstgestaltung, durch deren harmonische Kräfte sich der entstehende Mensch mit der entstehenden Wirklichkeit eins weiß (Schiller). Die Klassiker des deutschen Geisteslebens sind die Hirten, die Pfleger der menschlichen Freiheit.“

 

     Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie faßt dies zusammen und soll daher im SOPHIANUM zur szenischen Lesung (mit zu gestaltender Eurythmie und zu komponierender Musik) gebracht werden.

 

     „Die beiden charakterisierten Strömungen vereinigen sich in Novalis zu einer Vorverkündigung der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners.“

 

 

 

Johannes W. Rohen schrieb in „Die Apokalypse des Novalis: Das Märchen von Eros und Fabel.“ (Stuttgart 2010):

 

     „Novalis war eine Persönlichkeit von tiefgründiger Geistigkeit. Einiges deutet darauf hin, daß er in den letzten drei Jahren seines sehr kurzen Lebens (1772-1801) Einweihungserlebnisse gehabt hat.“ „Ludwig Tieck, mit dem sich Novalis in seiner letzten Lebensphase freundschaftlich verbunden hatte ... schildert Novalis mit folgenden Worten: `... Der Umriß und der Ausdruck seines Gesichtes kam sehr dem Evangelisten Johannes nahe, wie wir ihn auf der herrlichen Tafel von A. Dürer sehen, die Nürnberg und München aufbewahrt.´“ (Der Nürnberger Künstler war ja mit seinem Holzschnitt-Zyklus zur Apokalypse über seine Vaterstadt hinaus bekannt geworden. Und daran konnte Rudolf Steiner mit den genannten Vorträgen anknüpfen.) „`Ohne Eitelkeit, gelehrten Hochmut, entfremdet jeder Affektion und Heuchelei, war er ein echter, wahrer Mensch, die reinste und lieblichste Verkörperung eines hohen unsterblichen Geistes.´“

 

     Rohen weiter: „Man kann sagen, daß Friedrich Schlegel in der Seele des Novalis die Sicherheit des Denkens geweckt und das tiefe Vertrauen in die Realität der Ideenwelt hervorgerufen hat. Novalis hat sich dadurch als Denker erlebt, der sich in der geistigen Welt der Ideen frei bewegen konnte. ... Den eigentlichen Schritt über das Denken hinaus in die Dimension des Erlebens (des Gefühls) und des Willens (Imagination, Intuition), das heißt in die Dimensionen einer realen Einweihung, bewirkte jedoch erst die die Begegnung mit Sophie von Kühn. Dieses zwölfjährige Mädchen, das schon drei Jahre später gestorben ist, war natürlich keine Initiierende, aber ein Auslöser für das Bewußtwerden von Kräften, die in Novalis´ Seele bis dahin noch geschlummert hatten und auf ihre Erweckung warteten.“

 

     „Rudolf Steiner hat schon frühzeitig Novalis als eine Persönlichkeit charakterisiert, die ganz im Okkulten, das heißt in der spirituellen Welt gegründet war (GA 108).“ Rudolf Steiner: „Mit seiner wie durch Gnade ihm verliehenen Einweihung ging ihm zu gleicher Zeit alles das auf, was er sich in früheren Inkarnationen errungen hatte.“ Weiter Rohen: „In späteren Vorträgen hat Steiner dann diese früheren Inkarnationen, die sich ihm aus okkulten Forschungen ergeben hatten, detailliert dargestellt (GA 126 und 143), so daß man die ganz ungewöhnliche Tatsache verstehen kann, daß ein geistig strebender Mensch schon in so jungen Jahren (25-jährig) zu einem Eingeweihten geworden ist.“

 

     „Über den apokalyptischen Charakter des Klingsohr-Märchens, das im Romanfragment Heinrich von Ofterdingen enthalten ist, habe ich jedoch in der gegenwärtigen Literatur nichts Konkretes finden können. Erst als ich die 1908 in Nürnberg gehaltenen Vorträge Rudolf Steiners über die Apokalypse des Johannes (GA 104) studiert hatte, wurde mir klar, daß Novalis mit seinen am Ende seines Lebens entwickelten geistigen Fähigkeiten eine Apokalypse über die menschliche Entwicklung in der Zukunft geschrieben hat.“ Die Bilder des Märchens „zeigen einen neuen Entwicklungszustand der Menschheit und sind nicht nur als Symbole zu werten.“

 

     „Das Märchen von Novalis hat drei Stufen. Es beginnt mit dem Jetztzustand der Menschheit, die Novalis mit dem Kindheitsstadium des Menschen vergleicht. Dann folgt die dramatische Auseinandersetzung mit dem Bösen (repräsentiert durch den Schreiber), die zur Zerstörung der Menschenwelt und zum Untergang der Sonne führt. ... Dann erfolgen aber in einer dritten Stufe die Wiedergeburt des Menschen und die Erlösung der Welt durch die Verklärung des Leiblichen und die Verbindung der Liebe (Eros) mit der geistigen (Lichtes-)Welt im Reiche König Arcturs.

 

     Schon diese grobe Übersicht offenbart den ganz ungewöhnlichen Charakter des `Märchens´. Im Mittelpunkt steht von Anfang an das Menschenwesen, das als Haus mit verschiedenen Personen geschildert wird.“ Es sind darin 7 Personen, eine davon ist zu Gast und wechselt über in die Geistwelt zu den anderen 6 Personen dort, das sind insgesamt 13 Personen. „Die Menschengemeinschaft in diesem Haus macht fünf evolutionäre Stufen durch ...“ „Die 13 Entwicklungsschritte erfolgen in einem rhythmischen Wechsel zwischen den drei Reichen: Unterwelt, Menschenwelt, Geistwelt.“

 

     Das Märchen von Eros und Fabel soll im SOPHIANUM zur szenischen Lesung (mit zu gestaltender Eurythmie und zu komponierender Musik) gebracht werden.

 

 


11. Das SOPHIANUM und die Metamorphose des Tempels mit der Signatur der Sieben.

12. Das wahrhaft christliche Zivilisationsprinzip mit der Signatur der Drei.

 

Veröffentlichung der Freien Sophia-Schule für universalästhetische Bildung

EDITION MARAN

Copyright 2016

Hermann Mayer:

Das wahrhaft christliche Zivilisationsprinzip mit der Signatur der Drei.

 

     Es ist eine den Materialismus charakterisierende Ansicht die allgemein verbreitete, welche dem Nutzen den Vorrang erteilt und zum Undank gegenüber der Erde führt. „Nützlichkeit kann aber nur die Annäherung an ein (bewußt oder unbewußt) vorausgesetztes Ziel, also den Verzicht auf ein Wirklichkeit voraussetzungslos ergreifendes Erkennen bedeuten.“ So Herbert Witzenmann in: „Die Voraussetzungslosigkeit der Anthroposophie. Eine Einführung in die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners.“ (Stuttgart 1986). Das Ziel der materialistischen Zivilisation ist die Sättigung der leiblichen Bedürfnisse und seelischen Begierden, dem die geistigen Fähigkeiten rückhaltlos dienstbar gemacht werden. Doch entbehrt das des Sinnes, wenn das Leben endlich ist. Das hat zu seiner Zeit bereits Sidharta Gautama eingesehen und es bleiben lassen und wurde so zum Buddha. Wir brauchen ihm nicht mehr in die Hauslosigkeit zu folgen, sondern können unser Einsichtsvermögen auf die Entstehung der Wirklichkeit im Erkennen richten, die uns behaust.

 

     „Die voraussetzungslose seelische Beobachtung der Struktur der Gestalten unserer Welt“ ist die „uns jederzeit verfügbare Bekräftigung unseres Sinnvertrauens und Bildungsstrebens“. „Sie kann das nicht verstandes- und gemütsmäßige, sondern bewußtseinsklare `unaufhörliche Gebet´ des modernen Menschen sein. In ihm wird das geisterfüllte Du-Erlebnis der Liebe in Freiheit, der Freiheit in Liebe, des Schicksals- und Wiedergeburtsverständnisses als das wahrhaft christliche Zivilisationsprinzip unserer Zeit seinen Erkenntnisrückhalt finden.“ Das „Sinnbewußtsein und die von ihm erkräftigte Kreativität kann nur dem Erleben der Vereinigung von Entbildung und Bildung, der naturbedingten Vorbereitung und der geistbedingten Selbstgestaltung der menschlichen Existenz entspringen.“

 

     „Der Spenderin der Entbildung, der Exkarnation unseres Geistes, wie sie die Naturprozesse auf ihrem Gipfel bewirken und deren es gerade zu einer echten Bildung, einer Inkarnation bedarf, sind wir den hingebungsvollsten Dank schuldig.“ (Man lese dazu Christian Morgensterns Gedicht „Fußwaschung“.) „Nur eine wirklichkeitsvertraute Dankesgesinnung gegenüber der [mütterlichen] Erde kann die Bewußtseinsgrundlage eines modernen sozialen Lebens bilden.“

 

     Und gegenüber den menschlichen Fähigkeiten kann ein christliches Zivilisationsprinzip „nur in einer Schenkungsgesinnung, die in Feiern der Bewußtseinsvereinigung durch gemeinsamens übendes Ergreifen hoher Wahrheiten ihren Ausdruck suchen, seinen sinnbildlichen Geistgehalt finden.“ (Man stelle sich Albrechts Dürers „Vier Apostel“-Bildwerk vor, das er seiner Vaterstadt schenkte.)

 

     „Die gegenseitige Durchdringung einer dankenden Naturerkenntnis und eines schenkenden Geistverständnisses“ ist das „Strukturmodell“ für neue Gemeinschaften. „Ein solcher Modellcharakter, der ein Vorbild für moderne Gemeinschaften aller Art und damit für ein bildungsorientiertes Zivilisationsprinzip darstellt, kommt den `Prinzipien´ zu, die Rudolf Steiner der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft bei deren Neubegründung zur Jahreswende 1923/24 übergeben hat.“ (Siehe dazu von Herbert Witzenmann: „Die Prinzipien der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft.“ Dornach 1984.)

 

     „Es ist leicht zu erkennen, daß das skizzierte Sozialprinzip eine Metamorphose jener kultischen Mitte und ihrer verinnigenden und erhebenden Gesinnungen ist, aus denen ältere Zivilisationen ihre sie durchstrahlenden Impulse empfingen. Sie fühlten sich durch diese von kraftvollem Sinnbewußtsein getragen und überwölbten sich selbst mit diesem als der Kuppel ihrer Schöpfungen. Läßt sich doch der Sinn unseres Daseins und der Evolution überhaupt nur in dem Einklang mit einer natürlichen Welt, die uns die physiologische Grundlage unserer Existenz schenkt, und der Aufschau zu einer geistigen Welt, welche den seelisch-geistigen Teil unseres Wesens beheimatet, begreifen. Nur aus dem Ineinandergreifen beider Elemente kann ein Sinnbewußtsein erfließen. In Dankesfeiern und Opferfeiern, in der liebenden Hingabe an die Erde und der gebethaften Erhebung zur Gottheit bewahrten ältere Zivilisationen den spendenden Sinnquell ihrer Kreativität vor dem Versiegen. Eine ehrfürchtig schaffensfreudige Instinktivität, die aus den kultischen Zentren jener Zeit ihre autoritären Weisungen und ihre in den Untergründen des Bewußtseins wirksamen Stimmungsgehalte empfing, war damals das zivilisatorische Bildungsprinzip. - Heute muß dieses aus erkennender Bewußtheit erneuert werden.“

 

 

 

13. Das All-Eine Ich Bin.

 

 

 

Gesetzt sei die Einheit (Sonne bzw. Seele).

 

Diese bringe aus sich eine Zweiheit hervor, so daß eine Dreiheit erscheint (dreifache Sonne bzw. geistnahe Seele, Seele, leibnahe Seele).

 

Aus der Entgegensetzung der Zweiheit (deren Pole ineinander umstülpbar sind) gehe eine Steigerung hervor, indem jeder Pol sich dreifältig auf einer Ebene abbildet und so eine Dreiheit hervorbringt (Leib: Körperleib, Lebensleib, Seelenleib; Geist: Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch; bzw.: untersonnige Planeten: Mond, Merkur, Venus; obersonnige Planeten: Mars, Jupiter, Saturn). Damit ist auch die Umstülpung gesteigert.

 

Das Ganze kann so gezeichnet werden, daß die neun Punkte auf einer Figur liegen, die einen Sechsstern darstellt. Oben ein Punkt, darunter drei Punkte auf der oberen Waagerechten, in der Mitte ein Punkt, darunter drei Punkte auf der unteren Waagerechten, unten ein Punkt. Das ergibt eine Abfolge von dreimal Zusammengezogenheit und zweimal Ausgedehntheit im Wechsel (Rhythmus).

 

Das Gebilde dieser Neunheit enthält die Goetheschen Prinzipien der Entgegensetzung und Steigerung, der Umstülpung, der Ausdehnung und Zusammenziehung und ist die Ansicht einer Merkaba (als Tetraederstern).

 

Von oben nach unten gesehen fallen die drei Punkte der Achse in einen zusammen und es ergibt sich als Draufsicht ein Sechsstern mit seinen zweimal drei Eckpunkten (des Stoffes und der Form; bzw.: untersonnige Planeten: Mond, Merkur, Venus; obersonnige Planeten: Mars, Jupiter, Saturn), zusätzlich seines Mittelpunktes (der Gestalt; bzw. der Sonne), somit ergeben sich insgesamt sieben Punkte (als Siebenheit).

 

 

 

 

Das All-Eine ICH BIN sagt von sich: „Ich bin, der ich bin, der ich immer war und immer sein werde, ich bin Jesus Christus, der Sohn Gottes.“

 

 

 

Dies sind die bekannten sieben Ich-bin-Worte im Johannesevangelium:

 

- Joh 6,35 EU: „Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.“

 

- Joh 8,12 EU: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.“

 

- Joh 10,9 EU: „Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden.“

 

- Joh 10,11 EU: „Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte gibt sein Leben hin für die Schafe.“

 

- Joh 11,25 f. EU: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“

 

- Joh 14,6 EU: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“

 

- Joh 15,1 EU: „Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner.“

 

 

In der Offenbarung des Johannes wird das „Ich bin“ zunächst von Gott gesprochen, der sich dem Propheten als „Alpha und Omega“ offenbart (Offb 1,8 EU). Nur wenige Verse später hört der Prophet aus dem Mund des erhöhten Menschensohns die Hoheitsaussage „Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige“ (Offb 1,17 f. EU).

 

Am Ende der Offenbarung werden die bis dahin gemachten Ich-bin-Aussagen noch einmal wiederholt, diesmal von Christus gesprochen: „Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende“ (Offb 22,13 EU), der sich dabei als der Richter (22,12.15 EU) und der Geber des ewigen Lebens (22,14 EU) offenbart.

 

Seit Ostermontag mache ich abends zwischen 22 und 23 Uhr für die zur Sophianum-Gemeinschaft berufenen Seelen eine vorbereitende Meditation, zu der diese herzlich eingeladen sind!

Am 23. Juni 2018 habe ich vorher ein Johanni-Ritual durchgeführt für die erwachten Seelen der Sophianum-Gemeinschaft.

 

Ich bin Hermann Maran Sananda, Priester Fürst Samah’Tas

 

und lade hier und jetzt alle Erwachten der Sophianum-

 

Gemeinschaft

 

mit den Worten Omar Ta Satt ein zu einem Ritual

 

am Johannis-Tag 2018 mit dem

 

 

Grundsteinspruch - von Rudolf Steiner

gesprochen an der Weihnachtstagung 1923/24.

 

Denn dieser Grundsteinspruch gilt auch für das Sophianum

 

und die Sophianum-Gemeinschaft.

 

 

I

 

Menschenseele!

Du lebest in den Gliedern,
Die dich durch die Raumeswelt
In das Geistesmeereswesen tragen:
Übe Geist-Erinnern
In Seelentiefen,
Wo in waltendem
Weltschöpfer-Sein
Das eigne Ich
Im Gottes-Ich
Erweset;
Und du wirst wahrhaft leben
Im Menschen-Welten-Wesen.

Denn es waltet der Vater-Geist der Höhen
In den Weltentiefen Sein-erzeugend:
Seraphim, Cherubim, Throne,
Lasset aus den Höhen erklingen,
Was in den Tiefen das Echo findet;
Dieses spricht:
Ex Deo nascimur.
Das hören die Elementargeister
Im Osten, Westen, Norden, Süden:
Menschen mögen es hören.

 

II


Menschenseele!
Du lebest in dem Herzens-Lungen-Schlage,
Der dich durch den Zeitenrhythmus
Ins eigne Seelenwesensfühlen leitet:
Übe Geist-Besinnen
Im Seelengleichgewichte,

Wo die wogenden
Welten-Werde-Taten
Das eigne Ich
Dem Welten-Ich
Vereinen;
Und du wirst wahrhaft fühlen
Im Menschen-Seelen-Wirken.

Denn es waltet der Christus-Wille im Umkreis
In den Weltenrhythmen Seelen-begnadend.
Kyriotetes, Dynamis, Exusiai,
Lasset vom Osten befeuern,
Was durch den Westen sich gestaltet;
Dieses spricht:
In Christo morimur.
Das hören die Elementargeister
Im Osten, Westen, Norden, Süden:
Menschen mögen es hören.

 

III


Menschenseele!
Du lebest im ruhenden Haupte,
Das dir aus Ewigkeitsgründen
Die Weltengedanken erschließet:
Übe Geist-Erschauen
In Gedanken-Ruhe,
Wo die ew’gen Götterziele
Welten-Wesens-Licht
Dem eignen Ich
Zu freiem Wollen
Schenken;
Und du wirst wahrhaft denken
In Menschen-Geistes-Gründen.

Denn es walten des Geistes Weltgedanken
Im Weltenwesen Licht-erflehend.
Archai, Archangeloi, Angeloi,
O lasset aus den Tiefen erbitten,
Was in den Höhen erhöret wird:
Dieses spricht:
Per spiritum sanctum reviviscimus.
Das hören die Elementargeister
Im Osten, Westen, Norden, Süden;
Menschen mögen es hören.

 

IV


In der Zeiten Wende
Trat das Welten-Geistes-Licht
In den irdischen Wesensstrom;
Nacht-Dunkel
Hatte ausgewaltet;
Taghelles Licht
Erstrahlte in Menschenseelen;
Licht,
Das erwärmet
Die armen Hirtenherzen;
Licht,
Das erleuchtet
Die weisen Königshäupter -

 

Göttliches Licht,
Christus-Sonne,
Erwärme
Unsere Herzen;
Erleuchte
Unsere Häupter;

Dass gut werde,
Was wir aus Herzen
Gründen,
Aus Häuptern
Zielvoll führen wollen.

 

V

 

EL’ACHAI - Ich bin hier.

 

EL’ACHAI - Friede in Dir.

 

EL’ACHAI - Friede für alle Völker dieser Welt.

 

 

Seid gesegnet!

An’Anasha!

Eine Facebook-Seite ist im Entstehen, um der Sophianum-Gemeinschaft als geschlossene Gruppe einen Austausch zu ermöglichen und Veranstaltungen anzukündigen:

Täglich vorbereitende Abend-Meditation für die Manifestation,

zu der die berufenen Seelen eingeladen sind, sich einzuklinken.

 

https://www.facebook.com/hermann.mayer.96780